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FZV Eintracht ’91 Güsten mit Licht und Schatten

Güsten, den 05.12.2017

„Aller Anfang ist schwer“

 

FZV Eintracht ’91 Güsten mit Licht und Schatten

 

„Zieht doch einfach mal euer Spiel durch. Ihr müsst es für uns nicht so spannend machen!“ Mandy Dietrich, Trainerin der Volleyball-Damen des Güstener Freizeitvereins Eintracht ’91, konnte am Ende des ersten Spieles über den spaßig gemeinten Einwurf eines Zuschauers in der heimischen Halle am Stadtgraben schmunzeln. Mit 3:0 Sätzen stand zum Schlusspfiff ein souveränes Ergebnis gegen die zweite Vertretung vom HSV Medizin Magdeburg auf der Anzeigetafel. Aber auch in diesem Spiel in der Landesklasse Nord/West offenbarte der FZV Eintracht wieder alte Schwachstellen jeweils zu Spielbeginn. Die Magdeburgerinnen wirkten frischer und lockerer. Allerdings ließ Güsten nie abreißen, ohne jedoch selbst zu dominieren und drehte den Rückstand in eine 11:5 Führung. Damit war die erste Auszeit durch Magdeburg die logische Konsequenz. Aber besonders Dietrich schien bei ihrer Ansprache die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn plötzlich liefen die im Training einstudierten Spielzüge wie von allein ab. Insbesondere der Mittelangriff über Annett König stellte das Team aus der Landeshauptstadt vor unüberwindbare Herausforderungen. Güsten profitierte auch vom sich deutlich verbesserten und variablem Zuspiel über Spielertrainerin Dietrich. „Die Beiden kennen sich aus der Polizeiauswahl Sachsen-Anhalt – die sind eingespielt“ war am Spielfeldrand zu hören. Und die Sicherheit dieser Spielerinnen übertrug sich auf das gesamte Güstener Team. Beim 24:11 schien alles klar – der nächste Punkt zum Satzgewinn wieder nur eine Frage der Zeit. Aber wieder schlichen sich leichte Fehler und Konzentrationsschwächen bei Annahme und Zuspiel ein. Letztendlich ging dann der erste Satz mit 25:15 nach Güsten. Auch im zweiten Satz führten die Damen von Medizin zu Beginn, ehe sich auch hier die spielerische Qualität des FZV durchsetzte. 25:20 hieß es am Ende. Im dritten Satz war die Gegenwehr gebrochen und der Schluss mit 25:12 dann auch mehr als deutlich.

 

Im zweiten Spiel des Tages hieß der Gegner WSG Reform Magdeburg II. Und dieses Spiel glich einer Kopie der vorangegangenen Begegnung. Wieder kamen die Güstener schwer ins Spiel, lagen zurück und kämpften sich mit Moral und etwas Glück zurück in die Partie. Ein knappes 25:23 besiegelte den ersten Satzgewinn. Und wie im Spiel gegen Medizin Magdeburg war der zweite Satz der Ausdruck von klarer spielerischer Überlegenheit des FZV, an dessen Ende ein nie gefährdetes 25:17 stand. Im dritten Satz lag Güsten bereits mit 18:5 vorn und nutzte zu diesem Zeitpunkt die Option, alle 3 Nachwuchsspielerinnen auf das Feld zu bringen. Diese Neuordnung sorgte für einige Umstellungen im Team und neue Zuordnungen im Spielsystem. Auch, wenn die WSG Reform zum Schluss noch auf 25:18 herankam, war dieser Spielgewinn nie in Gefahr.

 

Sichtlich erleichtert über den erfolgreichen Ausgang des Spieltages fasste Mandy Dietrich am Ende ihr Fazit kurz zusammen: „Im ersten Satz wie immer schwer getan – im zweiten Satz ins Spiel gekommen – den dritten Satz jeweils sicher runter gespielt. Naja, aller Anfang ist eben schwer.“ Mit dem Maximalergebnis von 6 Punkten geht das Team bereits in der kommenden Woche mit Selbstvertrauen in den nächsten Spieltag. Dann treten die Damen in Magdeburg gegen den USV III und TSV Rot-Weiß Zerbst an.

 

Bildunterschrift von links nach rechts:

Frida Hoppe, Lisa Hanemann, Stefanie Sporreiter, Meggy Zwerg, Conny Gens, Daniela Theisinger, Annett König, Mandy Dietrich, Madlen Drachau