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Hamburger löst sein Versprechen vom Vorjahr ein

Güsten, den 11.01.2018

Hamburger löst sein Versprechen vom Vorjahr ein

 

Volleyball Traditionelles Neujahrsturnier wieder mit stattlicher Teilnehmeranzahl

 

(sgl) „Ich habe schon gedacht, ihr macht dieses Jahr gar nichts.“ Dabei hatte doch der ehemalige Neundorfer René beim Vorjahresturnier versprochen, 2018 auf jeden Fall wieder mit dabei zu sein. Doch die Ausschreibung des Turniers hatte es fast nicht bis nach Hamburg, wo René jetzt lebt und arbeitet, geschafft. Im letzten Moment hatte er über einen Bekannten erfahren, dass in Güsten auch 2018 am ersten Wochenende im Januar traditionell Volleyball gespielt wird. Und da, so lächelt der Hanseat, musste er nicht lange überlegen. „Es ist jetzt meine siebte Teilnahme hier und es macht jedes Mal wieder riesigen Spaß.“

 

Ursprünglich als vereinsinternes Turnier gegen den Weihnachtsspeck ins Leben gerufen, ist das Neujahrsturnier des Freizeitvereins Eintracht (FZV) Güsten mittlerweile eine der größten Volleyball-Veranstaltungen dieser Art im Salzlandkreis für Hobby- und Freizeitspieler. Dieses Mal für insgesamt 55 Sportlerinnen und Sportler – 45 Männer und 10 Frauen.

 

"Es ist einfach alles perfekt organisiert", hört man vielfach auf die Frage, was das Besondere an diesem Turnier ist. "Angefangen bei der Zusammenstellung der Teams - hier entscheidet das Los, wer mit wem in welcher Mannschaft spielt", erklärt Sven Gleisberg von der Abteilung Volleyball des FZV den Modus, "Mindestens eine Frau gehört jedem Team an. Fünf Herren komplettieren die Teams, gegebenenfalls stehen auch noch Einwechselspieler zur Verfügung."

 

Auch in diesem Jahr sei der Ansturm auf die Lose wieder groß gewesen, berichtet Gleisberg weiter und lobt an dieser Stelle auch die vielen freiwilligen Helfer, ohne die solch eine Veranstaltung nicht durchzuführen wäre. Ein besonderer Dank des Vereins geht an die Spielerfrauen des FZV, Claudia und Yvonne und an die Sportfreunde Ruß und Hanemann für die tolle gastronomische Betreuung.

 

Das Organisationsteam um Haiko Heckl-Fricke und Gerd Arndt hatte in mühevoller Kleinarbeit ein Spielsystem ausgetüftelt, das vor allem eines gewährleisten sollte: möglichst vielen Spielern die Chance einer Teilnahme zu geben.

 

Ab 9.15 Uhr war es möglich, sich anzumelden. 9.45 Uhr hatten die Organisatoren dann insgesamt 55 Volleyballfreunde registriert. „Wir haben uns spontan entschieden, die Spieler auf 8 Mannschaften aufzuteilen“, so Heckl-Fricke. Damit konnte in den Teams auch flexibel gewechselt werden.

 

Gespielt wurde in den beiden Güstener Sporthallen in zwei Gruppen – jeder gegen jeden. Danach wurden die Gruppen neu gebildet. Die jeweiligen Erst- und Zweitplatzierten bildeten eine neue Spielgruppe, um dann in der großen Sporthalle am Stadtgraben die Finalrunde auszuspielen. Für die übrigen vier Teams ging es in der kleineren Schulsporthalle um die Platzierungen 5 bis 8.

Thomas Kinne, Abteilungsleiter Volleyball beim FZV, zeigte sich begeistert von dem hohen spielerischen Niveau und der Ausgeglichenheit der Mannschaften. „Es macht einfach nur Spaß, den Spielen zuzuschauen. Diese Veranstaltung ist ein Aushängeschild für den Volleyballsport.“

 

Packende Finalrunde

 

Die Aussage von Thomas Kinne kommt nicht von ungefähr. Spannend und abwechslungsreich gestalteten sich die Partien in der Finalrunde. Enge Sätze, wechselnde Führungen, packende Ballwechsel und viele Emotionen auf dem Platz prägten viele der Spiele. „Wir haben bewusst darauf verzichtet, spezielle Platzierungs- oder Finalspiele anzusetzen. Unser Spielsystem soll allen Sportlerinnen und Sportlern die Möglichkeit geben, möglichst oft auf dem Platz zu stehen“ so Heckl-Fricke. Und mit dieser Entscheidung hatten die Verantwortlichen auch genau den Wunsch der Sportler erfüllt. „Wenn man von weiter entfernt anreist, ist es schön, wenn man möglichst viele Spiele machen kann“ sagten zum Beispiel Stefan und Hannes. Beide hatten den Weg aus Halle nach Güsten gefunden.

 

Am Ende einer packenden Finalrunde lag Team 2 mit 5:1 gewonnen Sätzen knapp vor Team 8, das nur einen Satz mehr abgegeben hatte. Damit ging der Turniersieg an die Mannschaft um Lokalmatador Haiko Heckl-Fricke vom ausrichtenden Freizeitverein Eintracht.

 

Sehr erfreut zeigten sich die Güstener Sportfreunde darüber, dass viele der Teilnehmer auch 2019 wieder mit von der Partie sein wollen. Möglicherweise ist dann auch René zum achten Mal wieder am Start. „Dann meldet euch aber rechtzeitig“ sagt der Hamburger schmunzelnd mit einem Augenzwinkern.

 

Die tolle Organisation und ein perfekter Ablauf während des gesamten Tages ließen das Neujahrsturnier 2018 jedenfalls wieder zum ersten sportlichen Highlight der Saison werden.