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Berg- und Talfahrt hält an

Verbandsgemeinde Saale-Wipper, den 09.03.2018

Güstener Volleyballerinnen mit durchwachsener Spieltagsbilanz

 

(sgl) Das Fazit am Ende des Tages von Trainerin Mandy Dietrich war klar und ernüchternd zugleich: „Bis auf unseren Kapitän, Madlen Drachau, hat niemand seine Normalform erreicht. So kann man sich nicht im oberen Drittel der Tabelle festsetzen.“ Dabei hatte der Spieltag der Volleyball-Frauen des Güstener Freizeitvereins „Eintracht 91“ am vergangenen Wochenende in der Landesklasse Nord-West doch vielversprechend begonnen.

 

Erster Gegner in der heimischen Sporthalle war das Team vom VC 97 Staßfurt III. Die Bodestädter, die wahrscheinlich mit einem der jüngsten Teams in der Spielklasse antraten, hatten im bisherigen Saisonverlauf noch kein Spiel gewonnen. Und auch im Spiel gegen das Team aus Güsten gab es für die Staßfurterinnen nichts zu holen. „Wir haben im Spiel gegen den VC 97 ganz bewusst viele unserer jungen Nachwuchs-Spielerinnen eingesetzt, um ihnen Spielpraxis zu verschaffen und das Selbstvertrauen zu stärken“ so Dietrich. Der Plan ging auf. Mit 25:8 und 25:9 wurden die ersten beiden Sätze sicher gewonnen. Ob es am sprichwörtlich jugendlichen Leichtsinn lag, dass der dritte Satz noch einmal spannend und ausgeglichener wurde, wollte die Güstener Trainerin nicht beurteilen. Aber sie ließ die Truppe auf dem Parkett. „Aus solchen Situationen müssen sich die Mädels auch selbst herauskämpfen.“ Letztendlich hieß es am Ende dennoch 25:18.

 

Im Kampf um die begehrten Relegationsplätze ging es im nächsten Spiel gegen den bisher Viertplatzierten der Liga, die Damen der TSG GutsMuths Quedlinburg. Sie galt es zu schlagen, um zumindestens in greifbarer Nähe des Relegationsplatzes zu bleiben. Denn damit bliebe die Chance gewahrt, um den Aufstieg in Landesliga mitzuspielen. Dementsprechend motiviert und engagiert gingen die Güstenerinnen zu Werke. Trotz einiger Dinge, die nicht so liefen, wie im Training einstudiert, wurden die ersten beiden Sätze gewonnen. (-19, -23) Doch auch die erfahreneren etablierten Spielerinnen, die Dietrich nun ins Team brachte, ließen eine Konstanz in der Leistung vermissen. Fehler im Güstener Aufbau- und Angriffsspiel, die in den ersten beiden Sätzen noch unbestraft blieben, nutzten die Quedlinburgerinnen von nun an konsequenter aus. Mit 19:25 ging der dritte Satz in den Harz. „Und wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch das Pech dazu“ resümiert Dietrich rückblickend. Denn zwei strittige Schiedsrichterentscheidungen führten zum knappen Verlust des vierten Satzes. (23:25) Allerdings gab sich die Mannschaft von Eintracht 91 nicht auf – musste dann jedoch auch den entscheidenden Tie-Break mit 14:16 abgeben. „Wir haben uns wieder mal selbst geschlagen und zwei wertvolle Punkte verschenkt“ war aus Mannschaftsteilen zu hören. Damit rangiert das Team des Freizeitvereins aktuell auf Platz 5 der Tabelle – eine Platzierung, die ohne das ständige Auf und Ab deutlich besser hätte sein können.

 

Umso mehr schätzt und bedankt sich der Verein für das Engagement bei Herrn Holger Amelang, Inhaber des gleichnamigen Edeka-Neukauf Marktes in Güsten. Er hatte die komplette Mannschaft kürzlich mit Trainingsanzügen ausgestattet.

 

Bildunterschrift:

Die Vereinsvorsitzende, Silvia Wenzel, (ganz links) dankt Holger Amelang (2. von links) für sein Engagement beim Freizeitverein Eintracht 91 Güsten.